Ein Krankenwagen für die Gemeinde Konina in Mali

Unser Verein MALIKOOperation für Basisentwicklung e.V. arbeitet vorwiegend im westafrikanischen Land Mali, das zu den ärmsten Ländern der Erde gehört. Zusammen mit unserer malischen Partnerorganisation MALIKOOperation pour le développement de base du Mali unterstützen wir Schulen, ländliche Gesundheitsstationen, Entbindungsstationen und soziale Einrichtungen sowie Projekte zur Förderung der Ausbildung und von Einkommen schaffenden Maßnahmen insbesondere für Jugendliche und Frauen.

 

Ein Thema, das uns besonders beschäftigt, ist die erschreckend hohe Sterblichkeitsrate von Müttern und Kindern bei der Geburt.

(Ein paar Zahlen: Müttersterblichkeit= Todesfälle von Frauen während der Schwangerschaft, der Geburt und bis 42 Tage nach der Entbindung  bezogen auf 100.000 Entbindungen (WHO Definition): Mali 562, Deutschland 7 (2017, Quelle: Weltbank), Kindersterblichkeit unter 5 Jahren bezogen auf 1000 Lebendgeburten: Mali 98, Deutschland 4 (2018, Quelle: Unicef Child Mortality Report 2019).

 

Zu den vielfältigen Ursachen für die hohe Sterblichkeitsrate von Müttern und Kindern gehören auch der häufig weite und schwierige Weg sowie die fehlenden Transportmöglichkeiten zu medizinischen Einrichtungen, in denen Maßnahmen wie Operationen und Reanimationen durchgeführt werden können.

 

Dieses Problem betrifft auch die Gemeinde Konina im Kreis Koutiala im Südosten von Mali. Zu der Gemeinde gehören 7 Dörfer. Der Hauptort, der ebenfalls den Namen Konina trägt, ist 95 km von der Kreisstadt Koutiala entfernt. Ingesamt hat die Gemeinde 16.530 Einwohner, 9.256 Frauen und 7.274 Männer. Es gibt ein Gesundheitszentrum mit Entbindungsstation für die gesamte Gemeinde. Im letzten Jahr wurden 5.620 Kinder geboren.

Operationen, wie zum Beispiel Kaiserschnitte können in dem Gesundheitszentrum nicht durchgeführt werden. Bei Notfällen, wie zum Beispiel Komplikationen unter der Geburt, Blinddarmentzündung, schweren Verletzungen oder Schlaganfällen, müssen die Kranken in das Krankenhaus in Koutiala gebracht werden. Ein Auto gibt es nicht. Die Patientinnen/Patienten müssen entweder mit dem Mofa die 95 km lange Strecke über nicht asphaltierte Strassen transportiert werden oder die Dorfbewohner müssen das Krankenhaus anrufen, das dann einen Krankenwagen schickt , sobald dieser verfügbar ist. Dabei geht sehr viel wertvolle Zeit verloren.

 

Aus diesem Grund haben sich die Vertreter der Gemeinde mit der Bitte um Hilfe bei der Beschaffung eines Krankenwagens für das Gesundheitszentrum an unsere malische Partnerorganisation gewandt.

Da Autos in Mali schwer zu bekommen sind, möchten wir einen gebrauchten Krankenwagen in Deutschland kaufen und nach Mali schicken. (Wir haben schon mehrere Autos mit dem Schiff nach Mali geschickt und sind bereits 3 x selbst mit dem Auto nach Mali gefahren).

In Mali hat jedes Gesundheitszentrum ein verantwortliches Verwaltungskomitee, dem gewählte Vertreter der zugehörigen Dörfer angehören.

In Mali wird MALIKO das Fahrzeug dem Verwaltungskomitee des Gesundheitszentrums der Gemeinde Konina übergegeben. Das Komitee ist auch für die Finanzen des Gesundheitszentrums zuständig und wird auch für das Krankentransportfahrzeug (Benzingeld, Organisation und Bezahlung von Wartung und Reparaturen) verantwortlich sein. Falls notwendig, wird MALIKO Mali eine entsprechende Schulung durchführen. Unsere Partnerorganisation bleibt immer mit den Bewohnern unserer Projektorte in Kontakt, ist ein Ansprechpartner bei Problemen und plant ggf. Folgeprojekte mit der Zielgruppe um die Dorfentwicklung weiter voranzubringen und die Lebensbedingungen weiter zu verbessern.

Wir möchten helfen Leben von Müttern, Kindern und Kranken zu retten und sammeln für einen Krankenwagen für Konina!

MALIKOOperation für Basisentwicklung e.V.
Emilstr. 32
44869 Bochum

Vorsitzende:  Dr. Elke Sougoulé
Tel.: 0163-7946969
E-Mail: contact@malikooperation.com

Volksbank Bochum Witten eG
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BIC: GENODEM1BOC
Stichwort/Verwendungszweck: KONINA